PostgreSQL Support für OpenRico 2.1
OpenRico unterstützt von Hause aus viele SQL-Datenbanken im Backend, zu denen passender Code mitgeliefert wird. Bisher gehört PostgreSQL leider nicht dazu. Damit das nicht so bleibt, ist hier der Feature Request und ein Patch, der dieses Manko behebt.
Backup von Firefox-Bookmarks
Der Browser Firefox organisiert seine Bookmarks in einer kleinen Datenbank, die für jeden Nutzer in einer eigenen Datei gespeichert wird. Diese Datei kann separat gesichert werden, damit die konfigurierten Bookmarks jederzeit nach einem Unfall wieder restauriert werden können.
Mit einer einfachen Anweisung wird ein Backup der passenden Datenbank angelegt:
savelog -c 20 ~/.mozilla/firefox/*default/places.sqlite
Audio-Spur aus Flash-Videos extrahieren
Unter GNU/Linux ist es sehr einfach, aus einem Flash-Video (z.B. .flv von YouTube) die Audio-Spur zu extrahiere (bzw. zu rippen). Es wird lediglich das Werkzeug ffmpeg benötigt. In den meisten Distributionen sind die benötigten Bibliotheken und das Programm bereits enthalten. Die folgenden Befehle extrahieren die Audio-Daten in den Formaten WAV und MP3:
ffmpeg -i Quelldatey.flv audiospur.mp3 ffmpeg -i Quelldatey.flv audiospur.wav
Das Werkzeug ffmpeg ist Freie Software und steht auf anderen Plattformen ebenfalls zur Verfügung.
Firefox 3.5 auf GNU/Linux auf AMD64
Unter Debian GNU/Linux auf der AMD64-Architektur gibt es leichte Probleme nach der Installation von Firefox 3.5.x. Auf einem normalen GNU/Linux-System kann der neue Firefox keine Namen mehr auflösen. Auf Webseiten gelangt man nur noch über die IP-Nummer direkt - es sei denn, der Name ist in »/etc/hosts« eingetragen.
Der Grund dieser Probleme liegt im Avahi-Daemon, der fehlende Netzwerk-Konfiguration ausgleichen soll. In der Default-Konfiguration bei ordentlich konfiguriertem und funktionierendem Netzwerk verhindert dieses auf der AMD64-Architektur jedoch das Auflösen von Web-Adressen im neuen Firefox.
Konfiguriert wird dieses Verhalten in der Datei »/etc/nsswitch.conf«:
# hosts: files mdns4_minimal [NOTFOUND=return] dns mdns4 hosts: files dns
Werden die »mdns«-Einträge gelöscht, so daß nur noch die nicht auskommentierte Zeile übrig bleibt, ist wieder alles in Butter und Firefox ist wieder in der Lage Webseiten darzustellen.
Audio-Spur aus m2t-Transportstream ausschneiden
Aus einem MPEG-Transportstream (MPEG_TS) soll ein Teil der Audiospur
ausgeschnitten werden. Natürlich unter GNU/Linux. Eine einfache
Möglichkeit, die Audio-Spur aus einer MPEG-Datei zu extrahieren bietet
mplayer:
mplayer -dumpaudio inputfile.m2t -dumpfile audiospur.mpeg
Mit diesem Befehl wird die gesamte Audio-Spur in eine neue MPEG-Datei
geschrieben. Unglücklicherweise scheint audacity jedoch
nicht gut mit großen Dateien klarzukommen. Wenn die Ursprungsdatei groß
ist, ist es die Audio-Spur ebenfalls. MPEG-Dateien können jedoch
problemlos zerschnitten werden.
dd if=audiospur.mpeg bs=1M skip=60 of=audiospur_cut.mpeg count=10
Mit dd wird der interessante Teil aus der Audiospur
ausgeschnitten, damit die Datei für audacity nicht zu groß
ist.

Anschließend wird die Datei bequem mit den grafischen Möglichkeiten von
audacity bearbeitet und als WAV oder (mit Hilfe von
tolame) MP3 gespeichert.
HylaFAX für Eicon Diva BRI-2 konfigurieren
Das TTY-Interface der Eicon Diva BRI-2 ist laut Mitarbeitern von Dialogic besser für dem Empfang von
Faxen mit HylaFAX geeignet als die
CAPI-Schnittstelle. Als zeichen-orientierte Schnittstelle stellt der
Treiber (u.a.)
Die Konfiguration von HylaFAX für die TTY-Schnittstelle wird von Dialogic beschrieben und kann als Grundlage verwendet werden. Mit der aktuellen Version des Treibers resultiert das alleine allerdings in der Fehlermeldung
Error parsing AT+FDCC=? response: "(0-7),(0-D),(0-2),(0-2),0,(0-2),0,0"
Offenbar liefert die aktuelle Version des Diva4Linux-Treibers andere Werte als
als eine alte und HylaFAX kommt mit dem neuen Ergebnis des Hayes-Befehls
"AT+FDCC=?" nicht klar. Die Zahlen werden nun hexadezimal
zurückgeliefert, während sie früher dezimal geschrieben wurden. Mit einer
zusätzlichen Einstellung in der Konfiguration config.ttyds01
wird HylaFAX dafür angepaßt:
Class2UseHex: true
Wenn der zweite B-Kanal noch frei ist und ebenfalls für den Empfang von
Fax-Nachrichten verwendet werden soll, wird config.ttyds02
als Kopie angelegt und ggf. mit faxmodem als aktives Modem zu
HylaFAX hinzugefügt.
Für die Verteilung der empfangenen Faxe ist nun das Programm
bin/faxrcvd von HylaFAX verantwortlich.
Diva BRI-2 an einer Telefonanlage Avaya Tenovis Integral 55
Bei einem Kunden sollte der Fax-Empfang von einem Tobit David auf GNU/Linux umgestellt werden. Dabei sind mehrere Probleme aufgetreten, da sich der S0-Bus, der von der Telefonanlage zur Verfügung gestellt wird, anders verhält als ein S0-Bus von der Telekom. Dadurch löst ein eingehender Anruf keine Reaktion unter GNU/Linux aus.
Mit Hilfe des hervorragenden Supports von Dialogic konnte das Problem jedoch nach und nach gelöst werden so daß tatsächlich Faxe empfangen und per Mail verteilt werden.
Zuerst wird die aktuelle Version (9.0 oder höher) des Treibers von Dialogic benötigt. Dieser enthält die binäre Firmware, die für den Betrieb benötigt wird, und verwendet den freien Treiber im Linux-Kernel (sehr löblich btw.). Eine andere Version des Treibers (z.B. von Melware) darf nicht installiert sein.
Der Treiber befindet sich in einem Archiv, das - als Shellskript getarnt -
mit Hilfe einer POSIX-kompatiblen Shell ausgepackt wird. Das
Debian-System wird automatisch erkannt und in
Nachdem er compiliert und installiert ist, befinden sich die zugehörigen
Dateien im Verzeichnis
Für die Installation hinter der Telefonanlage Avaya Tenovis i-55 müssen verschiedene Einstellungen gegenüber dem Default geändert werden, damit die Karte auf eingehende Anrufe reagiert. Die Voreinstellungen funktionieren hingegen ganz gut bei echten ISDN-Leitungen wie z.B. die Telekom sie bereitstellt.
Der S0-Bus der Telefonanlage Avaya Tenovis i-55 ist hinreichend modern und liefert auf dem D-Kanal Euro ISDN (DSS1) und nicht wie alte Anlage nationales ISDN (1TR6). Diese Einstellung bleibt. Die Telefonanlage signalisiert eingehende Anrufe jedoch nicht wie "echtes" ISDN via MSN sondern via DDI (Direct Dial-In). Damit die Karte auch auf DDI reagiert, wird "NT-2" aktiviert.
Eine weitere Einstellung ist erforderlich, damit die Karte auch wirklich auf eingehende Anrufe reagiert. Im Menü "D-channel layer 2 activation policy" wird der Schalter auf "Always active" gesetzt. Die Voreinstellung "Deactivation only by other side" paßt für "richtiges" ISDN aber nicht für diese Telefonanlage.
Die Voreinstellung "Point to Multipoint" als "trunk operation mode" muß
zusätzlich auf "Point to Point (fixed TEI)" gestellt werden. Mit
aktivierter TTY-Schnittstelle kann nun HylaFAX für den Fax-Empfang
auf
MPD unter Debian Lenny
Mit MPD, dem Music Player Daemon, steht Anwendern unter Debian GNU/Linux eine großartige Infrastruktur zum Abspielen von Musikdateien zur Verfügung. Der Server läuft im Hintergrund und kümmert sich um die Abarbeitung von Playlisten, während sich verschiedene Clients via TCP auf verbinden können und die User-Interaktion übernehmen.
Es stehen Clients für das Terminal (Kommandozeile), als Text-Interface, für GNOME, für LCD-Panel und als Programmierschnittstelle zur Verfügung. Dem Einsatz sind damit keine Grenzen gesetzt. Die verschiedenen Client kommunizieren mit dem Server über TCP.
Wer dieses System sicher aufsetzen möchte und den Server nur auf localhost horchen läßt, erlebt allerdings unter Debian Lenny eine herbe Enttäuschung. Die Clients können sich nicht mehr mit dem Server verbinden, und das, obwohl sich per Telnet kontrollieren läßt, daß der Server läuft und auf Anfragen reagiert.
Für die Clients ist in diesem Anwendungsfall die Umgebungsvariable
MPD_HOST passend gesetzt. Sie enthält localhost als Namen
des Rechners, auf dem der MPD-Server läuft und das Paßwort, das für die
Verbindung zu diesem benötigt wird:
MPD_HOST=geheim@localhost
Das zugrundeliegende Problem liegt in der Datei /etc/hosts,
denn unter Debian steht dort localhost sowohl für IPv4 als auch für IPv6
eine Adresse. Die MPD-Clients haben damit technisch gesehen kein Problem
und versuchen munter die IPv6-Adressen. Wer allerdings kein IPv6
konfiguriert hat, wird damit Probleme bekommen.
127.0.0.1 localhost# The following lines are desirable for IPv6 capable hosts ::1 localhost ip6-localhost ip6-loopback
Im Endeffekt können die Clients dadurch keine Verbindung zum Server aufbauen und beenden sich mit einer Fehlermeldung. Nachdem der zweite Eintrag entfernt ist, läuft alles wieder so wie man es sich vorstellt.
![[InfoCon]](../Pics/infocon-90.png)


