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Spaß mit der Auto-Korrektur von Iceweasel

In der heutigen Episode der Browser-Anomalien sind wir auf ein interessantes Feature im Iceweasel (nur ein Rebrand vom Firefox) 2.0.0.x gestoßen. Offenbar gehen die Entwickler davon aus, daß viele Leute nicht in der Lage sind, korrektes JavaScript zu schreiben und haben den Parser dazu gebracht, korrektes JavaScript kaputtzuinterpretieren.

Aus Gründen, die hier nicht näher erläutert werden sollen, wird auf einer speziellen Seite via JavaScript Code geschrieben, der zur Folge haben soll, daß eine JavaScript-Datei geladen wird. Dazu wurde folgender völlig korrekter Code verwendet, der z.B. im Opera auch 1-A funktioniert:

  <script type="text/javascript">
  <!--
    document.write('  <script src="/pfad zu-' + 'dem/skript.js" type="text/javascript"></script>');
  //-->
  </script>

Der HTML-Parser im Iceweasel erkennt darin nur leider »</script>« und erklärt das Skript für kaputt und an der Stelle direkt für beendet. Der nachfolgende gleiche Tag wird zusätzlich ignoriert. Die Folge dieses Pauxpas ist die Anzeige von »//-->« oben auf der Seite. Nachdem die Anweisung weiter aufgesplittet wurde, funktioniert sie auch im Firefox.

  <script type="text/javascript">
  <!--
    document.write('  <script src="/pfad zu-' + 'dem/skript.js" type="text/javascript"></scr' + 'ipt>');
  //-->
  </script>

Wir lernen daraus, was die Firefox-Entwickler von den Personen halten, die Webseiten und vor allem den darin enthaltenen JavaScript-Code schreiben. Wir lernen außerdem, daß Parser, die kaputten Code wohlwollend parsen sollen, hin und wieder auch korrekten Code erfolgreich kaputt machen.

11.9.2008 21:19 | browser | permanent link

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